Linien-/Streckenmarketing

Es gibt viele Wege, neue Kunden zu gewinnen. Mit Aktionen am Point of Sale, mit groß angelegten Werbekampagnen im Out-of-home-Bereich und auch mit Maßnahmen aus dem Dialogmarketingbereich. Hier haben wir in den letzten Jahren immer wieder positive Erfahrungen mit integrierten Kunden-werben-Kunden-Aktionen gemacht. Aber auch alleinstehende Dialogansprachen mit dem reinen Angebot der individuellen Information waren oftmals zielführend. Begründet werden kann dies unserer Meinung nach vor allem mit dem Motiv der bequemen Handhabung für den Angeschriebenen (er kann ganz bequem von daheim aus Informationen und Gimmicks bestellen, welche er dann kostenfrei und direkt nach Hause geliefert bekommt) und der Individualität der Angebote (der Angeschriebene kann selbst bestimmen, welche Informationen für ihn relevant sind). So wird eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema Mobilität aber auch mit den Angeboten unserer Auftraggeber forciert, die oftmals zumindest in eine Schnuppernutzung überführt werden kann.
Ein Anlass zur Ansprache ist hier oftmals ein Türöffner und lässt die Maßnahme nicht ganz „kalt“ erscheinen: Wartet eine Strecke mit kleinen Änderungen auf, gibt es die Möglichkeit, potentielle Kunden und Gelegenheitsfahrer neu zu reizen, das Angebot zu nutzen oder auszuprobieren. Und zwar indem ihnen a) kommuniziert wird, dass sich etwas verbessert hat und b) ihnen die Möglichkeiten noch einmal vor Augen geführt werden, die der Nahverkehr bietet. Aufgabe im Rahmen eines solchen Streckenmarketings ist es also, die neuen Angebotsmerkmale in Verbindung mit (bekannten) ÖPNV-Vorteilen darzustellen. Das führt bestenfalls zum Überdenken des wechseloffenen Nutzungsverhaltens und zu einer entsprechenden Nutzungsänderung.
Die Auswahl einer speziellen Strecke für eine Dialogmarketingaktion kann im Übrigen auch ohne konkreten Anlass erfolgen – auch hierzu sprechen Sie uns einfach an.

Beispielprojekt

Im Zuge der Bundesmittelkürzungen wurden in Sachsen im Jahre 2006 Pilotstrecken definiert, bei denen durch ein integriertes Konzept für den straßen- und schienengebundenen ÖPNV im Rahmen der vorhandenen finanziellen Möglichkeiten der Akteure zusätzliche Fahrgastpotentiale für den SPNV erschlossen werden sollten. Ein wesentlicher Punkt eines solchen Konzeptes war die Bündelung bisher isolierter Marketingaktivitäten verschiedener Akteure zu einem neuen Marketing-Gesamtkonzept. Aufgabe war die Konzeption und Umsetzung eines einheitlichen Konzepts zur stärkeren Bekanntmachung des Angebots auf der Pilotstrecke KBS 506 und Induktion einer intensiveren Nutzung. Hierbei kam eine mehrstufige Dialogmarketingkampagne zum Einsatz, deren Ankerpunkt ein Streckenveranstaltungskalender (in chronologischer Reihenfolge, mit Perforationen als Abreißkalender konzipiert und mit SPNV-Anreisehinweisen versehen) bildete.