Seniorenmarketing

Lebenszyklusorientiertes Marketing

Seit ein paar wenigen Jahren wird vor allem im Bereich des Mobilitätsmanagements zunehmend nach erfolgversprechenden Ansprachemomenten im Leben eines potenziellen Kunden gesucht. Ein besonderes Augenmerk hierbei erhielten die verschiedenen Phasen innerhalb eines Lebenszyklus – des Menschen wohlgemerkt, nicht des Kunden. Im Leben eines jeden Menschen gibt es immer wieder Ereignisse und Situationen, die als Anknüpfungspunkte für das Marketing fungieren können. Die Personen werden sozusagen „sichtbar“ zum Beispiel beim Einwohnermelde- oder Standesamt. Zudem haben sie innerhalb dieser speziellen Lebenssituationen spezielle Bedürfnisse, die im Rahmen einer zielgerichteten Kampagne angesteuert werden können.

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Ansprache von Senioren

„Senioren sind kein Markt, sondern Menschen“
Salzburg AG, 2008

Es ist davon auszugehen, dass der Anteil älterer Menschen, die aktiv auch am automobilen Verkehrsgeschehen teilnehmen, stark anwachsen wird. Dabei spielt vor allem der steigende Führerscheinbesitz von Frauen eine Rolle. Die Wahlfreiheit der Seniorinnen und Senioren bezüglich der Verkehrsmittelwahl wird also zunehmen. Wenn über Jahrzehnte das Auto als mehr oder weniger alleiniges Verkehrsmittel genutzt wurde, erscheint der Umstieg auf alternative Verkehrsmittel jedoch schwierig. Es fehlt an entsprechendem Wissen über die Angebote, an Handlungsroutinen und im Falle von Fahrrädern an der Erfahrung mit geeigneten Geräten. Aber auch routinierte ÖV- und Fahrrad-Nutzer fühlen sich häufig aufgrund körperlicher Defizite oder schlechter Erfahrungen verunsichert und benötigen Hilfe, um ihre selbstständige Mobilität wiederzuerlangen. Hinzu kommt, dass Seniorinnen und Senioren keine homogene Gruppe darstellen. Insbesondere im Bezug auf die körperliche und geistige Fitness sowie der wirtschaftlichen Möglichkeiten bestehen große Unterschiede – mit weitreichenden Konsequenzen für das individuelle Mobilitätsverhalten.
Wichtig bei der Ansprache dieser Gruppe ist es, seniorengerechte Informationsmedien – sowohl inhaltlich als auch gestalterisch – zu entwickeln und auch sonstig die zielgruppenspezifischen Bedürfnisse im Rahmen der Projektausrichtung zu beachten.

Beispielprojekt

Eingebettet in das europaweite Projekt AENEAS (Attaining Energy-Efficient Mobility in an Ageing Society) führte die Landeshauptstadt München im Jahr 2010 eine Mobilitätsberatung speziell für Senioren durch.

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